Abwägend

Raimund Samson (60) verkörpert den Typus des abwägenden Nichtwählers. Mal geht er zur Wahl, mal nicht.

Gleichgültig

Patrick Kowalski (22) interessiert sich einfach nicht für Politik. In seinem Umfeld geht es um andere Dinge.

Unzufrieden

Elli Morack (30) ist ein sehr politischer Mensch. Sie engagiert sich in Initiativen. Von der Parteipolitik hat sie sich abgewendet.

Verhindert

Maren Hecht (39) konnte 2005 nicht wählen, obwohl sie es unbedingt wollte. Der Grund: Ihre Tochter kam am Wahltag zur Welt.

Die politische Wissenschaft beschreibt unterschiedliche Typen von Nichtwählern. Die vier Kategorien, die der Politologe Oskar Niedermayer von der FU Berlin entwickelt hat, füllen wir hier mit Leben. Für jeden Nichtwählertyp stellen wir eine Person im Videoporträt vor. Zusätzlich beschreibt Niedermayer jeweils den wissenschaftlichen Hintergrund.
Raimund Samson - der abwägende Nichtwähler

Raimund Samson (60) ist Puppenspieler, Stadtteilkünstler und Querdenker. Nach 15 Jahren Pause hat er bei der Bundestagswahl 2009 wieder gewählt, 2013 will er der Urne wieder fernbleiben. Über sein Bild von Politikern und den Zusammenhang von Kindheit und Politik spricht er mit Henrik Jacobs und Romy Schwaiger.



Der abwägende Nichtwähler

Erklärung von Prof. Dr. Oskar Niedermayer (FU Berlin)


Der abwägende Nichtwähler
Was bringt es, in dieser bestimmten Situation zu wählen? Vor jeder Wahl stellt sich der abwägende Nichtwähler diese Frage. Wenn es eine Partei gibt, die seine Interessen vertritt, wenn die Themen überzeugen und er an deren Umsetzung glaubt – dann schreitet er zur Urne. Nicht zu wählen, ist keine Lebenseinstellung, dazu macht sich dieser Typus zu viele Gedanken um die Politik. Aber wenn er sich zum Wahlzeitpunkt nicht vertreten fühlt, lässt ihn die Wahlbenachrichtigung kalt. Abwägende Nichtwähler stellen die größte Gruppe unter den Nichtwählern. Oskar Niedermayer, Politikwissenschaftler an der FU Berlin, erklärt.

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